Beim E-Commerce geht es für den Handel in erster Linie darum, seine Verkaufsstrategien an die neuen Technologien und Konsumtrends anzupassen. Hersteller und Markeninhaber befinden sich jedoch in einer deutlich komplizierteren Ausgangslage: Sie haben jahrelang an der Optimierung ihrer – oft indirekt gestalteten – Vertriebskanäle gearbeitet und müssen sich nun mit einem Medium auseinandersetzen, das sich gerade durch eine Verkürzung der Wege und die Möglichkeit der di-rekten Kontaktaufnahme auszeichnet.

Dass dies ein Problem ist, zeigt ein Blick auf die Webseiten vieler Hersteller: Sie haben sich in den letzten Jahren kaum verändert, sind nur optisch ansprechender und technisch besser geworden – oft fehlt jedoch nach wie vor ein echter Inhalt: Warum betreiben Hersteller Websites, wenn die Produktinformationen auf Produktportalen viel umfangreicher, Nutzer-Meinungen auf Meinungsportalen glaubwürdiger und die Kaufmöglichkeiten und Marktübersicht in Preisvergleichen viel besser sind?

In erster Linie geht es E-Commerce Verantwortlichen bei Marken um Image, hochwertige Präsentation der Produkte und Information für den potentiellen Kunden. Wie viel besser wäre da ein eigener Shop, mit dem sich zumindest die Kosten und Bemühungen amortisieren lassen?