Angesichts der großen Bedeutung, die dem Internet in allen Phasen des Kaufvorgangs zukommt, ist es frappierend, wie viele Handelsunternehmen noch immer auf die Nutzung dieses Kanals zur Kundenansprache verzichten. Wie das Statistische Bundesamt meldet, nutzten 2008 lediglich elf Prozent der deutschen Firmen das Internet als Vertriebskanal. Die im E-Commerce aktiven Unternehmen, allerdings erzielten im Durchschnitt immerhin 35 Prozent ihres Gesamtumsatzes im Onlinevertrieb – eine deutliche Steigerung gegenüber 2004, als dieser Anteil noch bei 27 Prozent Hersteller lag.

Die sich bisher gegen eine kommerzielle Präsenz im Internet entschieden haben, verzichten somit nicht nur auf ein beträchtliches Umsatzpotenzial, sie verwehren ihren Kunden auch die Möglichkeit, sich auf einfache Weise über die angebotenen Waren und Dienstleistungen zu informieren. Das Engagement im E-Commerce ist für Unternehmen daher schon längst keine Grundsatzfrage mehr, sondern nur noch eine Frage der Zeit. Mit jedem nachrückenden Jahrgang steigt die Zahl der Internet- und E-Commerce-affinen Deutschen, was das im Web vorhandene Geschäfts-potenzial weiter in die Höhe treiben wird. Zudem wächst mit der kommenden Senioren-Generation eine Konsumentengruppe heran, die meist schon im Erwerbsleben Computererfahrungen gesammelt hat und daher ebenfalls verstärkt online einkaufen wird. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: On-lineshopping ist transparent – man kann die Preise vergleichen, das Angebot ist gut zu überschauen und die Verfügbarkeit der Waren schnell überprüfbar. Zudem ist der Internetkauf komfortabel: Die Kunden können jederzeit – unabhängig von den Ladenöffnungszeiten – ihr Shopping-Bedürfnis befriedigen und erhalten die Waren dann bequem nach Hause geliefert.